Samstag, 12. Dezember 2015

Was geht so nach der Saison?

Sonnenuntergang TalsperreNach dem letzten Halbmarathon der Saison ist vor der Saison? Nicht ganz. 
Manchmal läuft es, manchmal nicht. Und aus etwas Abstand betrachtet, bringen einem meist die Situationen, in denen es anstrengend war und man sich durchbeißen musste persönlich weiter, als alles andere. 








Ich hatte in Glauchau beim 30. Herbstlauf ( hier mein Bericht dazu ) so eine Situation. Ich wusste schon vorher, dass es anstrengend wird. Mein Körper war einfach geschafft. Ich wollte aber so gern noch einen Wettkampf nach dem Berlin Marathon ( Bericht ist hier :) ) laufen. Weil ich so viele andere auf Twitter gesehen hatte die, schon 2 Wochen nach Berlin Hammer-Zeiten gelaufen sind, oder noch den Frankfurt-Marathon laufen wollten. 

Waldpfad im HerbstIch weiß nicht, ob ich jetzt ungeeignet zum Laufen bin, eine schlechte Regeneration hatte oder einfach die häufigen Kurzurlaube mit Freunden (weniger erholsam) mich etwas mehr geschlaucht haben, als ich zugeben wollte. 



Fakt ist: es hat mir keinen rechten Spaß gemacht den HM zu laufen
Mein Problem ist ja so bissl: wenn ich nen Wettkampf laufe, will ich mein Bestes geben. Und wenn ich schlechter voran komme  als erwartet, dann geb ich mir eben mehr Mühe. 
Ob es jetzt Früchte trägt oder nicht: Ich will einfach keinen Kaffeeplausch dabei machen. 
Dafür bin ich vom Sportuntericht in der Schule zu sehr gezeichnet... mein persönlicher Kindheits-Alptraum mit Auslachen, beim Volleyball nicht ins Team gewählt werden sonder als Letzte irgendwo notgedrungen zugeteilt werden, Angst vor jeder Stunde und miesen Noten. 
Seit dem will ich einfach immer bissl besser sein,  und es allen, und vor allem mir selbst, zeigen, dass ich kein unsportliches, faules Knäul bin. Das Ganze sitzt tief. 

Und eben das macht es einem manchmal einfach schwer, zuzugeben, dass man die Ziele etwas nachjustieren muss. 
Sonnenuntergang an der TalsperreIch bin jetzt danach dennoch zufrieden mit mir, ich weiß, es wäre kaum viel besser gegangen an dem Tag. Der Muskelkater an den Tagen danach war heftig und hat mir gezeigt, dass ich einfach an dem Tag mein Bestes gegeben habe.
Jetzt genieße ich die Off-Season -Zeit, meine Planung für 2016, ruhigere Wochen mit meiner Familie ohne schwere Beine und einiges an Zeit im Fitness Studio. 
Natürlich gehe ich noch Laufen, aber nur so um die 30 Km in der Woche. Dafür verbringe ich mehr Zeit im Fitness Studio. Ich genieße es, einfach mal Kurse auszuprobieren, ohne Angst, mit etwaigem Muskelkater das Laufen einschränken zu müssen.
Nicht alles liegt mir, aber gerade Spinning und etwas Gerätetraining bekommt mir echt gut und meine Knie finden das auch recht angenehm. 
Dann kommt bald noch ein Woche Urlaub im November und  schon Anfang Dezember hoffe ich dann, im Training für Rodgau 50 angekommen zu sein. Mein erster 50er...

Am Ende habe ich also viel gelernt in Glauchau. Und das ist , wie am Anfang geschrieben, auch schon mal was :). Und bei so einem perfekten Herbstwetter wie jetzt machen entspannte Läufe durch die Natur ja gleich doppelt so viel Spaß.

Wie sieht es bei euch aus? Lasst ihr es gerade etwas entspannter angehen oder seid ihr schon in der Vorbereitung auf Wettkämpfe?