Sonntag, 9. August 2015

Wie viel Minimalismus ist mit meinen Zielen vereinbar?

Vereinbarkeit von Zielen mit MinimalismusWir kaufen viele unnötige Dinge, wissen oft garnicht,  was wir alles im Schrank haben und werfen viel zu viel weg, das betrifft nicht nur Kleidung, sondern leider auch und vor allem unser Essen.Dabei zahlen wir im Vergleich zu vielen anderen Europäern im Vergleich zu unseren Löhnen sehr günstige Preise für unsere Nahrungsmittel. Soweit so gut mit dem Wissen. Nur wie wirkt sich das auf mein eigenes  Leben aus?







In den vorangegangenen Artikeln zum Thema Achtsamkeit beim Einkaufen und Verbrauchen von Lebensmitteln 
Was würde deine Uroma zu deinem Umgang mit Lebensmitteln sagen?
5 Lebensmittel, aus deren Resten du dein neues Lieblingsessen zaubern wirst

habe ich schon über viele leicht vermeidbare Verschwendungen beschrieben.
In vielen Blogs und Foren kann man über die Möglichkeiten eines minimalistischen Lebens lesen. In verschiedensten Ausprägungen, zum Teil auch einhergehend mit dem Verzicht auf Geld.

Aber wie weit geht der Verzicht bei mir selbst, werdet ihr euch vielleicht fragen. Einige Stimmen hatten bekundet, dass meine Tipps nicht weit genug gehen.
Das mag jeder für sich selbst entscheiden. Ich will ehrlich sein und auch nur das weitergeben, was ich auch selbst praktiziere und für mich als praktikabel erachte.
Sicher ist das einigen nicht weit genug, so wie es einigen sauer aufstößt, dass ich nicht vollständig vegan lebe. Wer weitergehende Informationen über tiefere Einschnitte und größere Veränderungen sucht, wird in vielen anderen Blogs und auf vielen anderen Seiten fündig werden und die für ihn persönlich passenden Informationen finden.
Ich möchte hier über das schreiben, was ich selbst auch umsetzte. Wasser predigen und Wein trinken machen schließlich schon andere.


Jetzt zu mir persönlich:


Ich gehe mal ein Stück zurück. 
Unsere Eltern und Großeltern hatten nicht die Möglichkeit sich alles zu kaufen, wonach ihnen der Sinn stand. Vieles wurde selbst genäht und das, was für uns jetzt ganz selbstverständlich ist, gab es früher nur sehr rar.
Urlaub spielte sich, wenn überhaupt, in der näheren Region ab und maximal Urlaub am Balaton war möglich, das aber auch nur mit viel Glück.
Ich war zur Wende 6 Jahre als, aber kann mich doch noch daran erinnern, wie begeistert ich war, als meine Eltern mit mir das erste mal in einem westdeutschen Supermarkt waren. (Das tollste: die Türen gingen automatisch auf!)
Jetzt ist Deutschland das Land, welches mit die meisten Urlaubsreisen durchführt. Und auch ich habe es in mir. Wenn ich von irgendeiner Region höre, die mich interessiert, möchte ich diese auch mit eigenen Augen sehen. Weil es jetzt problemlos geht, weil wir jetzt gesund und glücklich sind und weil wir es uns jetzt leisten können. 


Man weiß schließlich nie, wie lange man für so etwas Zeit hat.
Gerade Situationen wie meine Knochenmarkspende letztes Jahr (hier der Bericht dazu...) haben mich nachdenken lassen, wie gut es uns geht und dass jeder nicht positiv genutzte Tag ein vergeudeter Tag ist.
Das soll nicht heißen, dass ein minimalistischeres Leben trübsinnig wäre.
Ich bin natürlich der Meinung, dass man sich Gedanken machen sollte über die Herstellung der Produkte, die man kauft und darüber, welchen
CO₂ Fussabdruck man hinterlässt.
Aber angesichts dessen, wie einige große Nationen mit unserer Umwelt umgehen, finde ich nicht, dass man Menschen aus dem Wunsch zu reisen und die Welt zu sehen eine Verantwortungslosigkeit nachreden sollte.
Klar, alles hat seine Grenzen und ich möchte hier nicht den Jammer-Ossi heraushängen lassen. Jeder mag das anders sehen und ich habe größten Respekt vor Menschen, die möglichst minimalistisch leben. 

Insgesammt habe ich einen für mich und mein Umfeld passenden Weg gefunden.
Ich habe aus Blogs wie bevegt.de einige tolle Möglichkeiten in mein Leben integriert, wie ich versuche, das wegwerfen von Lebensmitteln zu vermeiden (Schränke aufräumen und Inhalt auflisten, Vorkochen und Einfrieren, Obst, was nicht mehr ganz so hübsch aussieht wandert in den Smoothie...) und versuche beim Einkaufen mich immer zu fragen, 

Brauche ich das jetzt wirklich? Beeinflusst das mein Leben positiv?

Wenn es mir hilft: super, dann kaufe ich es. Wenn nicht: dann bleibt es im Geschäft und ich muss mir eine andere Möglichkeit suchen, meine lange Weile zu bekämpfen. 
Laufen zum Beispiel :) . Hilft dagegen definitiv immer.