Dienstag, 2. Juni 2015

Was würde deine Uroma zu deinem Umgang mit Lebensmitteln sagen?

....Achtsamkeit und andere fast vergessene Tugenden




Wenn ich an viele Gerichte denke, die meine Großeltern, als ich ein Kind war, gekocht haben, dann ist das das Gegenteil von dem, was ich heute koche.
Es war oft fleischlastig und allgemein etwas fettreich.
Aber natürlich schmeckte es mir als Kind super... 

Omas kochen halt am besten!
Es waren Gerichte, die sich mindestens über Jahrzehnte nicht verändert haben und die Gemüsesorten enthielten, die viele heute kaum noch kennen. 





Es ist für einen heute schwer zu verstehen, dass die älteren Generationen einen nun mal meist nicht wirklich verstehen, wenn man erklärt, dass man aus freien Stücken kein Fleisch isst. 
Dabei vergisst man meist selbst etwas ganz wichtiges:
Auch wir verstehen unsere älteren Familienmitglieder dabei meist nicht. Können wir auch nicht, denn manches versteht man nur richtig, wenn man es erlebt hat.
Denn sie hatten einen Teil ihres Lebens lang nicht den Luxus, sich aussuchen zu können, was sie essen wollen oder wann sie essen wollen... denn es gab fast nichts.



Wir sind eine Generation, die keinen Krieg erleben musste und hoffentlich auch nie muss. 
Für unsere Großeltern und Urgroßeltern zählte an Nahrung eigentlich nur eins, als sie Kinder waren: dass überhaupt Nahrung her musste. Um zu überleben. Tiere waren Nahrung, Gemüse, Getreide und Obst waren Nahrung. 
Es war von allem recht wenig da und alles, was da war, 
wurde so gut wie möglich genutzt. 
Fettes Fleisch hatte für die damalige Bevölkerung zudem  einen riesigen Vorteil, wenn man  mal welches bekam: 
es hatte eine hohe Energiedichte: zum Leben und Überleben.

Wir sind heute in der großartigen Lage, unser Essen nicht nur nach diesen Gründen wählen zu müssen. 
Wir können auf Vitamine, Herstellungs- und Haltungsbedingungen schauen und uns ganz aktiv für eine Art der Ernährung entscheiden.
Ich will jetzt gar nicht über gesund oder ungesund reden. Und auch nicht über die Haltungsbedingungen.
Sondern über Verständnis, auch wenn man selbst manchmal eben nicht verstanden wird, und darüber, was wir von unseren Groß- und Urgroßeltern lernen können...




Nein, nicht dass man unbedingt Fleisch essen muss...
Wir können nämlich von ihnen lernen, das Beste aus dem Essen, was da ist, zu machen. 
Phantasievoll beim Kochen zu sein.
So wenig wie möglich wegzuwerfen und vor allem:
Dankbar für unseren Wohlstand und den Frieden zu sein.


So, das war der erste Teil meiner kleinen Serie über Achtsamkeit und Minimalismus... ich hoffe, es war nicht zu langweilig, tiefgründig, philosophisch?!

Es folgen bald weitere Teile darüber, wie ich das mit der Achtsamkeit betreibe, was mir wichtig ist und wo ich für mich die Grenzen ziehe... vielleicht ganz anders, als ihr denkt.
Im nächsten Artikel folgen weitere Tipps zum Thema Ernährung und Lebensmittel....