Montag, 25. Mai 2015

Laufbericht: Karlovy Vary Halbmarathon 2015





Die tschechischen Läufer bei Läufen in z.B. Dresden waren immer sehr gut, sehr schnell und irgenwie gut gelaunt. Und als ich in Dresden dann noch auf der Marathonmesse einen Flyer von Runczech bekam, mit den Rennen für dieses Jahr, da war ich heiß auf Läufe in Tschechien.
Karlovy Vary passte mir da zeitlich ganz gut rein, also meldete ich mich an.
Die Seite von Runczech lässt sich auch in deutsch und englisch darstellen, so dass es überhaupt kein Problem war, mich einzutragen. 

Die Bezahlung erfolgte bei mir per Kreditkarte.
Ich war recht spät dran mit anmelden (im April) und zahlte 40 Euro für das Rennen an sich. Nicht gerade ein Schnäppchen, aber jeden Euro wert. 


runczech half marathon karlovy varyDas Rennen sollte 18 Uhr starten, etwas ungewöhnlich, aber das vereinfachte die Anreise und es war nicht recht warm. Wir hatten ein Hotel am Start gebucht und reisten nachmittags an. 
Die Marathonexpo hatte bis 16 Uhr geöffnet, ich holte um 15 Uhr meine Startunterlagen ab, ohne Wartezeit und bei sehr freundlichem, englisch sprechenden Personal.
Wir liefen etwas durch die Stände, aßen etwas und ich bereitete mich auf den Lauf vor. Es war sehr viel Rahmenprogramm dort, sehr viele Helfer und Zuschauer.




Nun zu meinem Lauf:

Ich reihte mich in meine Startgruppe ein und wartete die letzten Minuten dort aufgeregt auf den Startschuss. Es dauerte fast 2 Minuten, bis auch ich mich über die Startlinie geschoben hatte. Die Strecke lief durch das historische Zentrum der alten Kurstadt. 
Vorbei an den warmen Thermalquellen, teuren Boutiquen und Restaurants. 
Von dort ging es in ein etwas bewaldetes Gebiet, wo uns schon die führende Gruppe entgegen kam, 6-8 Afrikaner in einem Tempo wie der Roadrunner.
Wir liefen zurück in die Stadt, am Ziel vorbei ans andere Ende der Stadt. Da war es etwas anders: Plattenbauten und etwas zwielichtige Gestalten am Rand. Aber alles war sicher und freundlich und immer noch: ganz viele begeisterte Zuschauer.
Wir wendeten etwa bei Km 13 und die Runde ging zurück Richtung Zentrum, um dort nochmal eine Kurze Schleife (4 Km) durch die Thermalquellen zu drehen.
Um kurz vor 20 Uhr lief ich ins Ziel.
Überglücklich von meinem bis jetzt schönsten und schnellsten Halbmarathon.


Die Strecke:


runczech half marathon karlovy varyDie Strecke hat laut meiner Garmin 223 Höhenmeter. Ich fand es nicht ganz so leicht zu Laufen, wie zum Beispiel den Halbmarathon in Dresden. Der Boden ist eben zum Teil gepfastert und der Asphalt ist nicht immer so eben, wie man es gern hätte.
Am Anfang, als das Feld noch kompakt war, war es etwas schwierig, auf die Laufgeschwindigkeit zu kommen, da die Straßen etwas eng waren. Das entspannte sich nach dem 2. Km etwas und war allgemein nicht schlimm, aber man musste eben etwas aufpassen, wo man hin trat.





Die Organisation 

runczech half marathon karlovy vary... war super. Es hat alles reibungslos geklappt, sowohl in der Marathonexpo als ich die Nummer abholte, als auch an den Getränkeständen und im Ziel. Es waren alle 5-7 Km Getränke-  und Schwammstände mit viel Personal. Man verlor kaum Zeit. An den letzten beiden Ständen gab es, glaube ich, auch Obst, aber ich esse ja während der Läufe nichts festes, daher habe ich nicht darauf geachtet.
Im Ziel wurde einem sehr bald die Medaille umgehängt und der Chip abgenommen, dann gab es Wärmedecken, Getränke, Obst, alkoholfreies Bier und einen abgetrennten Bereich für die Läufer mit Waschräumen, Toiletten, Umkleiden usw.
Ich ging zum Duschen ins Hotel, daher kann ich dazu nicht viel sagen. 

Die Stadt

runczech half marathon karlovy varyKarlsbad ist ein altes Thermalbad mit vielen alten Häusern und schönen Hotels. 
Ein Teil von James Bond - Casino Royal wurde hier gedreht (wird im Film aber als Montenegro ausgegeben). Das altehrwürdige Grandhotel Pupp ist dazu ausgewählt worden, eine gute Wahl...
Die Stadt zieht viele Urlauber und Tagestouristen an. Ein Thermalbad, von welchem aus man auch über die Stadt schauen kann, befindet sich direkt in der Nähe des Zentrums.
Wir haben nach dem Halbmarathon noch sehr gut gegessen und sind durch die schön beleuchteten Straßen gelaufen.
Die Stadt ist auf jeden Fall sehenswert.
Herumlaufen, Oblaten essen, Becherovka trinken, Thermalwasser aus den Quellen probieren oder eben einfach im Straßenkaffee sitzen und chillen...


Fazit:

Es war eine sehr schöne und abwechslungsreiche Strecke mit viel sportbegeistertem Publikum und einer sehr durchdachten Organisation. Das perfekte Pfingstwochenende.