Donnerstag, 16. April 2015

Review: A Life Without Limits von Chrissie Wellington

Was bringt eine Frau dazu, Ironman Weltrekordhalterin zu werden? Das habe ich mich schon öfters gefragt. Als ich dann auf A Life Without Limits stieß, wusste ich, dass ich es mal lesen muss... auf der Suche nach Antworten über den sagenumwobenen Triathlon... ;)


Aufmachung


Ich habe es als englisches Ebook fürs Kindle gelesen, kann also zur Hardware-Ausgabe ;) recht wenig sagen.
Es hat 289 Seiten und einige schöne Bilder von Chrissie Wellington und ihrer Familie.
Es gibt laut Amazon auch eine deutsche Ausgabe mit 368 Seiten. Allerdings kenne ich die nicht.



Inhalt


Im Buch ist die Autobiographie der Britin Chrissie Wellington, von ihrer Kindheit bin ins Jahr 2011 beschrieben. Und ihr Leben ist ganz schön turbulent. Sie war schon immer sportlich, was ihr dank einer sportbegeisterten Familie in die Wiege gelegt war. Sie schwamm schon als Mini erfolgreich im örtlichen Schwimmteam. Nach und nach kamen das Radfahren und das Laufen hinzu.

Doch sie ist keine von denen, die ihre Erfüllung schon immer nur im Sport gefunden haben. Sie hat studiert und sich sehr für internationale Entwicklung, beispielsweise im Bereich eines Projektes für sauberes, zugängliches Wasser in Nepal eingesetzt. Dort lernte sie das Land lieben.
Sie reist viel und kam über einige Umwege zum Triathlon, speziell zum Ironman.
Es sind ihre sportliche und berufliche Entwicklung, ihr harter Weg und ihre Erfolge beschrieben. Aber auch ihre Kindheit, Selbstzweifel und wie sie ihren Partner, ebenfalls Triathlet, kennengelernt hat, sind dargestellt.

Spannend, chronologisch nachvollziehbar und immer wieder sehr witzig. Sie kommt dabei stets sehr bodenständig und familienverbunden rüber.
Und, wie beruhigend: sie ist tollpatschig. ;) An so vielen Stellen im Buch dachte ich mir: das könnte mir auch passieren, wenn ich das machen würde...



Meine Meinung


Ich hatte bis vor kurzem keine richtige Meinung zum Triathlon, speziell zum Ironman. Ich habe es mal im Fernsehen gesehen und habe schon da mitgelitten. Erst durch einen Kollegen, der Triathlon betreibt, kam ich auf das Buch.
Und es ist echt fesselnd. Es ist eine sehr persönliche Geschichte, kein Trainingsbuch oder ähnliches.

Es zieht einen in den Bann dieses Sports und dieser lebenslustigen, stets neugierigen Frau. Man kann für das eigene Leben und den eigenen Sport (ist bei mir ja nur maximal Marathondistanz bis jetzt) einiges in Sachen Einstellung abschauen ... besonders das LÄCHELN beim Laufen.

Denn das gibt sowohl einem selbst, als auch denen, die es sehen ein gutes Gefühl (hoffe ich jedenfalls...). Ein emotionales Perpetuum Mobile sozusagen ;).


Fazit


Es ist die Geschichte einer tollen Frau, die trotz vieler Zweifel und eines nicht ganz geraden Lebenswegs unvergleichbare Leistungen bringt.
Ich werde sicher nie einen Ironman bestreiten, aber auch für jeden 'normalen' Ausdauersprortler ist dieses Buch eine super Inspiration.
Das Lächeln und die Motivation werden perfekt an den Leser weitergeschickt...
Unbedingte Leseempfehlung :)