Sonntag, 8. März 2015

Review: Vegan For Fit von Attila Hildmann

Ich bin schon einige Monate um das Buch herumgeschlichen. Ich habe bereits 1 veganes  dünnes Kochheft von Attila Hildmann, die Rezepte darin sind auch alle sehr lecker.
Jedoch war mir dieses Challenge-mäßige, wie Vegan For Fit  angepriesen wird, einfach nichts. Ich habe es mir dennoch als Kochbuch zugelegt und bin sehr zufrieden damit. 
Hier meine Erfahrung mit dem  Buch.


Aufmachung

Es  hat rund 264 Seiten, ist Hardcover und in Form eines Coffee Table Books aufgemacht, das heißt: schöne große Bilder, recht großes Format. einfach ein Buch, was auch an sich stylisch ist.
Es enthält Kapitel über die Grundlagen von Vegan For Fit, über die Challenge, mehr als 150 Seiten mit Rezepten für alle Mahlzeiten und Gelegenheiten, sowie Kapitel über Sport, Motivation sowie Erfolgsgeschichten des Programms, dazu lag noch ein Heft mit Erfahrungsberichten bei.


Der Inhalt

Die Rezepte sind sehr lecker und haben quasi eine Gelingt-Garantie. Man kann nicht viel falsch machen, wenn man sich an die Anleitung hält. Und es schmeckt super.
Allerdings stimmt es schon, was häufig die Kritik daran ist, dass man recht viele Zutaten braucht, wenn man sich ganz exakt ans Rezept halten will. Die meisten hatte ich zwar ohnehin Zuhause, aber für Vegan-Anfänger ist schon viel ungewohntes dabei.
Das oft kritisierte (da im Geschäft recht teure) Mandelmus mache ich mithilfe des Thermomix (geht auch mit anderen Mixern, keine Sorge ;) ) selbst, was den Preis deutlich reduziert.
Grundsätzlich sind die Rezepte in Gruppen eingeteilt, je nach Kohlenhydratgehalt, kohlenhydratreiche sollten morgens und auch, wenn man mag, Mittags gegessen werden, kohlenhydratarme Mittags und Abends. Zudem gibt es Rezepte für Kuchen, Getränke und anderes.
Die Portionen sind überwiegend sehr sättigend und von der Größe her mehr als ausreichend.
Das Sportprogramm empfinde ich eher als Anregung. Es könnte etwas ausführlicher sein und die gezeigten Kraftübungen empfinde ich etwas an der Zielgruppe vorbei ( Erste Armübung: Klimmzüge...), oder ich bin einfach nicht die Zielgruppe ;). Zudem habe ich vom Ausdauersport kaum etwas gelesen.
Die Challenge umfasst, dass man sich, grob gesagt, 30 Tage an das Programm hält, den Rezepten entsprechend kocht, sich bewegt, ausreichend Wasser und Grüntee trinken, dazu 2 mal täglich einen Matcha-Shake. Es geht insgesamt um gesunde Ernährung, abnehmen kann man damit, muss man aber nicht, wenn man nicht mag.

Meine Meinung
Ich mag das Buch, auch wenn mich dieses Challenge-mäßige nicht so anspricht. Auch als Kochbuch lohnt sich die Anschaffung.
Ich finde es etwas merkwürdig, dass man in der Challenge 1,5 l Grüntee und 2 Matcha-Shakes (ist ja auch in den Sinne Grüntee) am Tag trinken soll.
Mag sein, dass das vielen hilft wach und fit zu sein, aber es gibt auch genügend, die das nicht so gut vertragen könnten. Teein ist ja am Ende auch Koffein, Antioxidantien hin oder her.

Man merkt, das Attila in der Großstadt wohnt, denn die benötigten Zutaten bekommt man in unserem Raum erst in den nächstgrößeren Städten. Laut den Angaben im Buch soll man möglichst alles im Bioladen holen, und dort je für 3 Tage einkaufen.
Versteht mich nicht falsch, gern würde ich alle 3 Tage in den Bioladen einkaufen gehen, wenn wir einen im Ort hätten. Der nächste ist von uns aber 25 Minuten Fahrtzeit entfernt. Und das ist dann in Bezug auf die Umwelt (und meine Zeit) auch nicht zielführend, dort mehrmals die Woche hinzufahren. Und Internetversand ist ja bei verderblichen Lebensmitteln auch manchmal etwas problembehaftet.
In den ortsansässigen Supermärkten bekommt man längst nicht alles für die Rezepte benötigte, erst recht nicht in Bio-Qualität. Also muss man Abstriche und Änderungen machen. Das geht schon und schmeckt trotzdem gut.
Aber bei einigen Passagen, wo Attila so aus seiner Sicht schreibt, und wie einfach es ist Dinge einzukaufen denke ich mir :
"Komm mal hier her und geh bei uns in den Simmel einkaufen. Und dann koch mal deine Rezepte unter deinen Vorgaben daraus..." ( das Angebot steht, ich schäl auch Pastinaken, wenn es mal welche zu kaufen gibt hier ;) )



Fazit:

Ein gelungenes Buch über vegane Ernährung, welches auch Vegan-Anfängern, oder einfach an gesunder Ernährung Interessierten, viel Interessantes bietet.
Es ist seinen Preis wert und bietet viele leckere Rezepte, auch, wenn es im ländlichen Raum vielleicht nicht ganz seine Hauptzielgruppe findet.