Dienstag, 17. März 2015

So entgehst du der Konkurrenzfalle im Sport


Ich bin ein recht einsam laufender Laufspatz. 
Den Spaß am Sport erhalten
Ich habe keine starke Laufgruppe und kein Team hinter mir, mit dem ich bei Sportveranstaltungen im Grüppchen dastehen kann. Oft stehe ich allein oder mit meinem Partner, der mich anfeuern will, etwas verloren unter den ganzen Sportlern. Und das liegt nicht daran, dass ich nach dem Lauf einen großen Bogen um den Roster-Stand mache.
Vegan oder Vegetarisch, Laufen oder nicht laufen... sitzen wir nicht trotzdem alle im selben Boot?




Gruppen.
Grüppchen. 
Und viele Vereine. Überall um uns herum. 
Nun ist der Laufsport nun mal eh ein Sport, wo man sich gegenseitig während dessen eher psychologische Hilfe geben kann, als im Windschatten des anderen zu laufen ( Oder macht das jemand von euch? )
Ich habe jedenfalls bei allen Wettkämpfen bis jetzt nette Menschen auf der Strecke kennengelernt, einfach durch die gleiche Laufgeschwindigkeit oder das selbe Zeitziel.
 
Man ist plötzlich nicht mehr allein und das macht es psychisch etwas einfacher. 
Laufen muss man aber immer noch selbst.

Doch die "Anderen" sind doch meine Konkurrenten, oder?
Natürlich hat der Ausdruck „Wettkampf“ an sich eh schon sowas latent aggro-,mäßiges an sich, es geht um Zeiten, Plätze, Qualifizierungen, Gewinne.... . Doch an sich kämpft man nur gegen sich selbst dabei. 
Die Anderen können einen mental pushen oder einschüchtern. Aber egal wie schnell oder langsam die anderen sind und wie viele in der eigenen Altersklasse gegen einen antreten, man kann nur das leisten, was man körperlich und psychisch aushält. Außer natürlich, es wirft sich einem jemand vor die Füße... ;)
Man hat die Zeit, die man eben geschafft hat. Egal ob bei einer Großveranstaltung oder einem Mini-Lauf im Nachbardorf.

Und, wenn doch mal die Unzufriedenheit durchkommt, versuche ich an folgendes zu denken:
Wer läuft, und sei es nur eine Runde um den Block ohne Wettkampfambitionen, macht immer noch ein vielfaches mehr für seine Gesundheit, als sämtliche Couchpotatoes der Stadt. Das soll nicht den Ehrgeiz nehmen oder faul machen, sondern einfach mal wieder den Blick relativieren, wenn manchmal alles doof ist.
Ich wünsche mir, dass wir, bei allen Zielen und Wünschen, immer noch im Auge behalten, was wir schon geschafft haben, mit jedem Mal, wenn wir die Laufschuhe angezogen haben und raus gegangen sind. Denn so lassen sich auch Rückschläge viel leichter und entspannter bewältigen.