Dienstag, 31. März 2015

Saltindiät - das Fazit

.... Oder: Gib mir jetzt endlich diese Brezel oder ich spring über die Theke!!!


Ich will euch jetzt endlich mein Fazit zur Saltindiät schreiben. Gestern bin ich Dank Erkältung recht früh eingeschläfelt.


Während der Fett-Eiweiß Tage... 

...ging es mir ja ganz ok. Also, ich hatte zumindest keinen Heißhunger. Die Läufe waren halt sehr unspaßig. Nett, zu wissen, wie sehr man sich doch durchbeißen kann.
Lerne deine Grenzen kennen, bla.... .
Aber öfters haben muss ich das jetzt nicht. Treppensteigen war echte Arbeit, ich kam mir vor als wäre ich um 40 Jahre gealtert.

An den Kohlenhydrattagen...

...war es anders: als ich einmal wieder mit Kohlenhydraten angefangen hatte, wenn auch nur mit wenigen (Donnerstag) wurde ich quengelig, wenn ich nicht schnell genug Essen bekam. Freitag, als ich dann richtig mit Carboloaden anfing, musste ich mich sehr zusammenreißen, bei einer langsamen Bäckereifachverkäuferin, ihr nicht die Brezel zu entreißen. Als hätte mein Körper jetzt erst gemerkt, dass die letzten Tage was gefehlt hat.
Mein kurzer Auflockerungslauf am Samstag Abend (3 Km) war allerdings nicht so fluffig leicht, wie sonst vor den Wettkämpfen. Das machte mir schon etwas Sorgen für Sonntag.

Der Sonntag....

begann früh um 7 (und das nach der Zeitumstellung … omg). Ich aß morgens Reis (hatte komischerweise keinen Appetit … hatte ich sonst immer), trank wie gewohnt 2 Kaffee und fuhr zur Veranstaltung. 
Zur Sicherheit packte ich 2 Tütchen Fruchtmus ein. Leider war ich zu faul gewesen, mein Schoko-Kokos-Gel herzustellen. Ich dachte aber auch, dass ich nicht viel brauchen würde... sind ja nur 21 Km, ging im Training auch ohne, und ich hab meinen Kohlenhydratspeicher erweitert!
DENKSTE!
Am Start war ich schon ungewöhnlich matt. Sonst war ich immer fit und aufgeregt. Jetzt nur aufgeregt.
Der Startschuss ertönte, es ging los. Wie immer hatte ich einige Minuten Mühe, meine Geschwindigkeit zu finden (auch die 5 und 10 Km-Läufer starteten mit, das sind natürlich andere Geschwindigkeiten) und wie immer pochte mein Herz und ich merkte die Aufregung.  
Schaffe ich das? 
Ich bin schon jetzt geschafft. 
Die sind alle so schnell....
Man muss dazu sagen: der Halbmarathon hatte gut 370 Höhenmeter. Aber ich habe schon mehr Höhenmeter mit wesentlich weniger Anstrengung bewältigt.
Und ich hatte zwar Bergtraining gemacht, aber das letzte war im Februar gewesen...
Der erste Berg ging los, ich überholte noch einige. Dann kam der nächste Berg und der nächste... und ich hing am Berg. Wie festgetackert. Immerhin hätte ich so nicht herunterrollen können.
Bergab ging es super. Aber der nächste Berg zeigte das gleiche Elend bei mir auf.
Zum Glück war das Ziel im Tal, so dass ich halbwegs sportlich aussah, als ich dort ankam.
Die Zeit: 2:06:irgendwas
Ganz gut, aber schlechter als erhofft. Und: ich fühlte mich dabei nicht so gut wie erhofft.
Gesundheitlich war das Ganze nichts für mich:
Bei einem Lauf Donnerstag Abend bin ich fast hingefallen, weil ich so darauf bedacht war, mich mit der Laufgruppe mitzuschleppen. 
Ich hatte nicht mehr Zipperlein während des Laufens, aber, als ich vom Lauf zuhause war, Kratzten die Mandeln. Montag war ich dann leicht erkältet, kommt super vor Ostern.
Zudem hatte ich einen derben Muskelkater. Den hatte ich auch nach dem Marathon letzten Jahres nicht so stark gehabt.

Jetzt mein Fazit:

Ich weiß nicht, ob ich ohnehin eine Erkältung mit mir rumgeschleppt habe oder mein Immunsystem durch die Saltindiät angegriffen war.
Vielleicht hätte ich auch gleich auf Volle-Kraft-Kohlenhydrate gehen sollen, anstatt diesen Ich-weiß-nicht-wann-ich-anfangen-soll-ich-ess-mal-nur-ein-bisschen - Donnerstag.
Noch einmal werde ich es vorerst nicht probieren. Ich will versuchen, weiterhin lange Läufe ohne zusätzliche Kohlenhydratversorgung zu bestreiten, im Training wohlgemerkt. Ohne zusätzlichen Proviant wäre das am Sonntag völlig schief gegangen.Low Carb liegt mir, glaube ich, noch nicht so recht.

Wie sieht es bei euch aus, habt ihr damit Erfahrung? Oder was hätte ich anders machen sollen?