Donnerstag, 28. Dezember 2017

Best of 2017 - mein Jahr in Bildern, Fakten und Missgeschicken

So langsam muss auch ich mal mein Jahr 2017 Revue passieren lassen. 
Und ich bin eins ganz sicher: verdammt dankbar. Es war ein sehr schönes Jahr mit viel Zeit mit meinen Lieben und vielen netten Menschen, die ich neu kennenlernen durfte.
Sowohl im Leben als auch im Sport habe ich viel dazu gelernt, anstrengende aber auch schöne Zeiten erlebt und möchte jetzt einen kleinen Überblick über 2017 geben...




Die Zahlen


Ich stehe total auf Zahlen, auch wenn das nicht so recht zu meinem Job passt. Hier die groben Werte:


Wettkämpfe: 4 Marathons, 1* 50 K , 1*Halbmarathon, 1*10 Km, 1*13 Km, 1* 6 Km

Kilometer: Jetzt muss ich es zugeben: meine Jahreskilometer sind absolut nicht nachvollziehbar. 
Denn ich war, als ich noch mit der Epson Runsense gelaufen bin, zu träge, ständig Daten hochzuladen. Über das Smartphone dauert es ewig und über den Laptop war ich manchmal zu faul. Leider ist der Speicherplatz auf der Uhr begrenzt und neue Läufe überschreiben die alten.
Darum habe ich keine Ahnung, wie viel ich im Mai gelaufen bin. Laut Epson Null.
(Ich weiß, vielen rollen sich jetzt gerade die Zehennägel von diesem Fauxpas hoch... gern geschehen, ihr lieben Zahlenmonks ;) )
Ist aber unwahrscheinlich, da ich für den Lausitzer Seenland Marathon trainiert habe. Nunja. Ich könnte jetzt auf Twitter, Instagram oder meinem Trainingsplan nachforschen. Oder es einfach mal aushalten und nen Kaffee trinken. Ich mache letzteres.



Ok, Ok.... ich habs überschlagen. Und wollte eigentlich nur mit leckerem Strudel angeben (gerne, Daniel ;) ) .
Fehlen vermutlich einige Km, aber 2835 kommen bei mir raus.
Hätte ich das mal früher gewusst....

Die Wettkämpfe (mit Links zu den passenden Blogposts)


Im Januar ging es wieder mit #Rodgau50 los. Grandioses Training bei Tiefschnee ging dem Wettkampf voraus, so dass ich vom Wetter in der Nähe von Frankfurt positiv überrascht war.
Heraus kam 4h20min26sec und eine super Zeit mit den ganzen Bekloppten des #Twitterlauftreff . (Chris, Bert, Nina, Michael,.... Ich freu mich schon jetzt auf euch ;) )


Team Thoni Mara 2017 LaufspatzAnfang Februar besuchte ich die ISPO in München. Eine riesige Sportmesse, die sich vor allem an Händler richtet. Meine Abneigung gegen Smaltalk und dagegen, fremde Menschen anzusprechen musste ich notgedrungen dort bald ablegen.

Im März kam dann die Mail, auf die ich schon einige Wochen gelauert hatte:
Ich bin Mitglied im Thoni Mara Team 2017. Wir ihr ja wisst, mag ich viele der Produkte von Thoni Mara super gern. Gute Qualität, die noch dazu in Deutschland im Erzgebirge hergestellt wird. Umso mehr freue ich mich, Teil des Teams zu sein :)






Im April folgte dann der Hannovermarathon . Für Anfang April etwas heiß...dennoch kam das raus, was ich mir gewünscht hatte: 3h27min31sec . Am Ende war es schon sehr zäh durch die wenigen langen Läufe und den geänderten Trainingsplan. 
Wieder was gelernt: ich bleibe lieber bei den Steffny-Plänen und meiner eigenen Vernunft!





Im Mai wollte ich eigentlich beim Benefizlauf des Elternvereins krebskranker Kinder Chemnitz mitlaufen und einen ordentlichen Longrun für die Gute Sache durchziehen. Leider war ich krank und so blieb ich Zuhause und spendete ohne zu Laufen. Immerhin etwas Gutes getan und nächstes Jahr bin ich hoffentlich gesund und dabei :) .



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Im Juli hatte ich die Ehre maximalst gegrillt zu werden. Beim Marathon des Lausitzer Seenland 100. Ich muss sagen: die Landschaft ist sehr schön, die Organisation super, aber ich muss nicht nochmal bei über 30°C einen Marathon laufen. Allein beim Gedanken daran fühle ich förmlich alle aufgescheuerten Stellen. 
3h36min sind nicht das, was ich erhofft hatte, aber für das Wetter super. 





Im August durfte ich wieder bei einem sehr schönen regionalen Lauf mitmachen, dem Berglandlauf inHammerbrücke. Die Strecke war etwas anders als vorher, aber in meinen Augen schöner, da ein einige Höhenmeter weniger dabei waren und der Hauptanstieg auf Asphalt verlief. Dank eines zerrissenen Gel-Beutels (Geschmacksrichtung Kirsch) rannte ich klebrig und mit rotem Gel im gesamten Gesicht verteilt durch den Wald und zog so vermutlich sämtliche Insekten an. Auch schön.
Die Zeit lässt irgendwie auf nichts so recht schließen. Höhenmeter, etwas kürzere Strecke, Waldwege... Hauptsache Spaß gehabt :)


Im September nahte dann der Berlinmarathon. Ich hatte das Glück, einen sehr guten (und schnellen) Trainingspartner für meine Marathontempo Läufe und Tempodauerläufe zu haben. Vermutlich einer der wichtigsten Gründe dafür, dass es einfach mega gut lief und am Ende 3h1319sec heraus kamen.... Danke, Alter! ;)
Immer noch kommt es mir unglaublich vor, so schnell gelaufen zu sein und noch wichtiger: Es war schön, hat Spaß gemacht und ich musste mich nicht quälen. 





Im November dann das Ende der Wettkämpfe für dieses Jahr: der Portomarathon. Eine super schöne Landschaft und sehr nette Menschen ließen mich die Stadt und den Marathon genießen. Trotz Sturz bei Km2, Schmerzen und fiesem Gegenwind.
3h15min25sec und mega zufrieden.






Nach Porto machte ich eine sehr wichtige Erfahrung für mich: 
dass eine Trainingspause mal sehr wichtig ist und gut tut.
Sonst habe ich, muss ich zugeben, immer nicht mehr als einige Tage gewartet um wieder laufen zu gehen. Zugegeben, der erste Lauf war immer furchtbar. Ich fühlte mich, als wäre ich hundert Jahre alt. Mindestens.
Jetzt konnte ich beim besten Willen nicht so schnell wieder Laufen. Aufgeschlagene Knie und Ellenbogen. Ein Knie, was in diversen Farben schillerte und diverse fies verspannte Muskeln im rechten Bein bereiteten mir wirklich Schmerzen. 

Die ersten 3 Tage nach Porto war ich sehr still und leidend. 
Ich wusste nicht so recht, wie ich schlafen sollte und jede Bewegung tat weh. Ein Physiotherapietermin in der 2. Woche brachte Besserung und 2 Wochen nach Porto lief ich das erste Mal wieder. Und es war zumindest nicht furchtbar.
Formmäßig hat mir diese Pause sehr gut getan, sowohl körperlich als auch psychisch. Daher habe ich mir vorgenommen, mir ab jetzt nach einem Marathon wirklich mindestens eine Woche Laufpause zu gönnen.
Manche von euch werden jetzt herumgrandeln, diverse Trainer zitieren, über Unterdistanzwettkämpfe nach Marathons schwadronieren...
Da ich in der Position bin, dass ich von meinem Laufsport weder leben muss noch kann, kann ich hierzu aus vollem Herzen sagen: Ich muss schon mal gar nichts! ;)

Ich nehme so aus diesem Jahr einige Sachen mit, die mir hoffentlich die nächsten Jahre genau so gute und entspanntere Lauf-Jahre bringen. Vielleicht seht ihr das ähnlich, vielleicht auch nicht. Meine Lebenssituation ist sehr individuell, wie jede andere auch.
Ich bin in jedem Fall auf eure Kommentare gespannt. ;)

Hier dieTop 7 meiner persönlichen Lauf-Lehren aus 2017


1. Mehr als 4 Marathons (inklusive Ultras) brauche ich im Jahr nicht (2 oder 3 reichen auch)

2. Im Hochsommer laufe ich keine Marathons (und ich glaube den Temperaturmittelwerte der letzten Jahre)

3. Ich laufe keine Marathon- Wettkämpfe „zum Training“ … dafür sind mir meine Wochenenden mit meiner Familie zu wertvoll. Wenn ich einfach nur 42 Km laufen will, kann ich das auch allein.

4. Wenn der Kopf nicht mitspielt bringt auch das beste Training nicht seine erhofften Früchte.

5. Lieber eine Stelle mehr mit Vaseline beschmieren als eine zu wenig (besonders bei Marathons bei 30 °C)

6. Ich bleibe vorerst bei Straßenmarathons und 50 Km. Ganz ehrlich: ich hätte schon Bock, einmal 100 Km zu laufen. Ich habe nur wirklich keine Lust, mein Leben so zu beschneiden, wie es für das 100er Training nötig wäre. Das gleiche gilt für Trailwettkämpfe. 
Ich habe einfach Null Bock, wie 2016 im Rennsteiglauf-Training wie ein Wahni das gesamte Wochenende den sch... Auersberg hoch und runter zu rennen. Nur beim Gedanken daran hab ich schon einen staubigen Geschmack im Mund. Lasst mich auf der Straße, ich wisst ja: selbst dort krieg ich es hin, mich auf die Fresse zu packen ;)

7. Ich darf auf mich hören. Mit genügend Feingefühl und der Intelligenz zu unterscheiden, ob die Faulheit oder die Überlastung aus meinem Spatzenkörper spricht.
Ein Intervalltraining auf nüchternen Magen nach 4 Tagen Vorbelastung mit insgesamt 80 Km? Kann man machen. Wird wahrscheinlich nicht viel bringen und mich den Tränen nahe einen Baum umarmen lassen.

So. Genug von Laufen. 


Nebenbei haben wir 2017 auch super viele schöne Orte gesehen





viele Fußballspiele besucht






und ich habe immer noch kein Selfie mit Thomas Müller (dem Fußballer ). ;) Also gibt es doch schon mal etwas, um in 2018 daran zu arbeiten ;) .

Das Ende...



Also wünsche ich euch jetzt einen guten Rutsch ins Jahr 2018, mit Gesundheit, vielen tollen Menschen und schönen Läufen. Lasst es euch nicht alles so schwer fallen, nehmt nicht alles (vor allem auch was ich schreibe) zu ernst. :)
Ich freue mich auf 2018 mit euch als Leser, Freunde, Familie, Mitläufer, Trainingspartner oder als Follower auf Instagram, Twitter und Facebook. 
Danke für's Lesen, nur Dank euch macht das Schreiben Spaß & manchmal auch Sinn :)

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1 Kommentar:

  1. 3:13. 3:15. Und das in einem Jahr. Rakete!
    Aber wenn Du Lust auf längere Distanzen hast: Mach' es einfach. Zeitdruck raus, Kilometer und Höhenmeter rein. Ich persönlich finde das ja viel entspannter und aus Erfahrung kann ich sagen, dass das Training nicht zwangsläufig zu Lasten des häuslichen Friedens geht.

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