Samstag, 30. September 2017

BMW Berlin Marathon 2017

BMW Berlin Marathon 2017 SelfieLetzten Sonntag war es soweit: der BMW Berlinmarathon 2017 fand statt. Und er hat mich wieder in seinen Bann gezogen. Trotz dem ganzen Zirkus darum herum, den vielen Menschen und den recht hohen Kosten für dieses Wochenende ist der Berlinmarathon etwas ganz besonderes. Die Strecke, die Stimmung und die Organisation sind eben einfach einmalig.
Jetzt, einige Tage danach, habe ich es immer noch nicht so ganz verstanden. Wenn ich an meine gelaufene Zeit denke, fühle ich mich irgendwie, als würde ich lügen... 







Ich wusste vorher aus dem Training, was ich laufen kann. Die wenigen Menschen um mich herum, mit denen ich über mein Training geredet habe, wussten was ich laufen kann.
Aber schief gehen kann immer etwas und die Zeit da stehen zu haben, sogar noch etwas darunter... das will mir noch nicht so recht in den Kopf.


Im letzten Jahr hatte mir der Berlinmarathon ja einen gehörigen Tritt in den A... gegeben. 
Hier der Link zum Bericht von 2016.
Dieses Jahr war es ein perfekter Ausgleich dafür. Mehr als das sogar. Besser als vor 2 Jahren.
Meinen Bericht von 2015 findet ihr hier.

Über das Training hatte ich ja schon im letzten Post  viel geschrieben. Es lief alles in allem sehr gut. Und nachdem ich die letzten beiden Tapering- Wochen alle nur möglichen Fettnäpfchen mitgenommen habe, verging die Zeit bis zum Marathon wie im Flug. Und alle um mich herum hatten viel über mich zu lachen. (Leider kann ich das hier nicht schreiben ;) )


Freitag / Samstag in Berlin.... bloß nicht nervös werden...

BMW Berlin Marathon 2017 Strudel
Der Marathon Strudel

Ich wollte möglichst wenig Stress haben, daher reisten wir schon am Freitag an. Nach einem kurzem Abstecher zu einem Fußballspiel ließen wir den Abend bei einem Bier in der Hotelbar ausklingen.
Samstag erledigte ich alles notwendige auf der Messe. Irgendwie kommt mir das von Jahr zu Jahr weniger einschüchternd vor. Jetzt wirkt es eher wie ein übervölkerter Erdmännchenbau. Also ganz ok...

Am Nachmittag lief ich noch meine üblichen 2 Km, wie ich es am Tag vor jedem Marathon mache. Die Angst, in 2 Tagen das Laufen verlernt zu haben und am nächsten Tag nur herum zu taumeln lässt sich einfach nicht anders abschütteln.
Nach super leckeren Nudeln bei den 12 Aposteln (yummie) war es dann schon so weit, dass das Bett rief. Das Einschlafen ging ganz gut, das Durchschlafen war eher eine Sache für sich...





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The nightmare before Christm... ehm... Marathon


Normalerweise schlafe ich vor Marathons ganz gut, zumindest habe ich keine Alpträume.
Dieses mal hatte ich vermutlich irgendwas nicht ganz vertragen, so dass mein Bauch etwas Probleme machte. Dazu kam noch ein total verwirrender Alptraum, dass ich verschlafen würde und dann aus einem Dixi nicht herauskam. Und diesen Traum träumte ich mehrfach in dieser Nacht. Der BMW Berlin Marathon konnte also nur noch besser als das werden.




Marathonday...


Halb 6 Uhr morgen klingelte der Wecker und ich war froh, dass diese Nacht ein Ende hatte. Mein Bauch war immer noch suboptimal.
In meinen Einhornpulli und die kuscheligste Jogginghose gekleidet ging ich zum Frühstück. Stöpselte Musik in meine Ohren und mampfte Brötchen mit Marmelade. Mein Bauch wurde mit Kräutertee etwas beruhigt und ich hoffte einfach, dass er die Stunden bis zum Ziel durchhalten würde, ohne mich auszubremsen.
Kurz nach halb 8 machte ich mich auf den Weg zum Start. Das Hotel lag nicht weit weg und so war ich rechtzeitig im Startblock E und hatte sogar eine Position recht weit vorn erschlichen.
Nach dem Startschuss war ich recht bald über die Startlinie gelaufen. Kein Vergleich dazu, wie lange ich bei meinem 1. Berlinmarathon darauf gewartet hatte.


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Km 0 - 20 .... läuft eben

BMW Berlin Marathon 2017 Start
Das Ziel: Da zieht es den Spatz hin ...

Eigentlich sind das ganz schön viele Kilometer, um sie zusammenzufassen. Allerdings gibt 
es nicht viel darüber zu sagen. Ich hatte recht bald meinen Pace von 4:33 gefunden und blieb dabei. Etwas schneller, als geplant (4:37), aber es fühlte sich sehr locker an. Ich hatte Spaß. Nach 2 Km hatte sich das Feld schon etwas entzerrt. Das Wetter war etwas neblig mit Nieselregen. Also perfektes Laufwetter. Leider verstehen das Nichtläufer immer nicht so recht und wünschen mir immer Sonne und warmes Wetter zu Marathons.
Die Stimmung an der Strecke war wieder super. Und das trotz des Wetters.
Bei Km 5 oder so sah ich @FrauLaufstrumpf von Twitter mit Hund (<3 ) und Partner am Rand stehen und freute mich über ein bekanntes Gesicht. 
Ich stoppte alle 5 Km meine Pace als Zwischenzeit ab, damit ich nicht zu schnell lief. Immer die Stimme meines Trainingspartners der letzten Wochen im Ohr, der mir mindestens 50 Mal gesagt hatte, dass seine einzige Sorge bei mir sei, dass ich am Anfang überpacen würde. 


Km 20 - 30... essen, trinken, laufen... die kleinen Dinge eben


Die Kilometer flogen nicht mehr ganz so schnell an mir vorbei wie auf den ersten 20 Kilometern. Ich kannte die Strecke ja. Durch Wilmersdorf hindurch wurde es wieder etwas zäh, aber ich war ja darauf eingestellt. 
Das Gel und das Wasser nahm ich regelmäßig und recht flott auf. Im Gegensatz zu meinen ersten Wettkämpfen verlor ich kaum Zeit an den Getränkestationen.
Bei meinen ersten Marathons war mir ja gerade das Trinken ein Rätsel.
Entweder ich rannte dabei Menschen um (sorry to the australian guy I met at Berlin Marathon 2015 who probably hates german girls now ;)).
Stolperte über meine eigenen Füße.
Kippe mir das Wasser einfach ins Gesicht.
Oder ich bekam es zumindest in den Mund und röchelte dann 5 Minuten wie eine Katze die ein überdimensioniertes Fellknäul heraus würgt. 
Dieses Mal hielt sich das in Grenzen. Ein einziges kleines Röcheln, sonst nix. 


Km 30 - 42,195... danke an mich für jeden langen Lauf über 30 Km


BMW Berlin Marathon 2017 Medaille
Da is das Ding... und meine Lieblings-Wettkampfschuhe
Bei Kilometer 30 ging es wesentlich lockerer als die Km vorher. Ich lief die ersten Km nun  einen Pace knapp unter 4:30, hielt mich jedoch zurück, da ja trotzdem noch 10 Km vor mir lagen. Und die können lang werden. 
Im Vergleich zum Hannovermarathon vom Frühjahr ( Hier der Link zum Bericht ), hatte ich ja jetzt wieder auf einen Herbert Steffny Trainingsplan gesetzt mit deutlich mehr langen Läufen. Mir persönlich brachte das sehr viel. In Hannover ging ich ehrlich gesagt ab Km 32 ein wie eine Primel und musste ganz schön kämpfen.
Hier in Berlin merkte ich zwar die Km in den Beinen, musste aber kaum wirklich schlimm beißen und von dem gewohnten Atemrhythmus abweichen.
Das Publikum wurde wieder viel mehr, gerade auf dem Kurfürstendamm und der Strecke danach. Bei Km 38 stand mein Mann an der Strecke und ich hatte gleich ein noch fetteres Grinsen im Gesicht. Den Berg hinunter Richtung Potsdamer Platz war ich in totaler Hochstimmung.
Bei Km 39 standen dann unter anderem  Maty von https://runandom.com/  am Rand und feuerten an, was das Zeug hielt. Ich war leider zu schnell daran vorbei.
Noch 3 Km bis zum Ziel. Das Geschlängel durch die Straßen war umso mehr verwirrend, doch dann sah ich das Brandenburger Tor und genoss die restlichen paar hundert Meter in vollen Zügen.

Ich lief mit 3h13min19sec ins Ziel. Überglücklich. 




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Und jetzt? Feiern

BMW Berlin Marathon 2017 Essen
Cookie Dough ... dafür lauf ich gern ein Stück

Nachdem ich meinen Startbeutel geholt hatte, ging ich Richtung Hotel. Es war jetzt schon etwas kühl. Ich hatte mir gleich warme Sachen übergezogen und mich wieder in meine Folie gewickelt, damit ich mir nichts wegfing (Erkältung, zahme Ratten, tollwütige Eichhörnchen oder ähnliches).
Im Hotel traf ich meinen Mann, der mich super lieb empfing. Ohne ihn und sein Verständnis hätte ich vermutlich nie das Training so gut durchziehen können.
Nachdem ich mich geduscht hatte, chillten wir noch etwas in Berlin herum und trafen uns mit einem guten Freund auf ein Bier.
Und ich mampfte vor mich hin.




Was bleibt....



Es trafen so viele Glückwünsche zu  meiner Zeit ein, dass ich total überwältigt war. Ich wusste, dass ich unter 3h15 laufen kann, aber trotzdem ist es einfach so schwer zu kapieren, dass ich es wirklich geschafft habe, Und das kontrolliert, mit viel Spaß und ohne im Ziel um zu fallen.
In jedem Fall bin ich so dankbar, gesund zu sein und laufen zu können.  

Viele Twitterfreunde sind auch in Berlin gelaufen, egal ob Sebastian, der leider aufgrund von Schmerzen nicht so konnte, wie er wollte oder Fiona, die ihren ersten Marathon grandios gerockt hat und noch viele andere. Jeder hat seine ganz eigenen Erfahrungen gemacht.
Der Berlin Marathon 2017 war für mich bis jetzt mein schönster Marathon und ich freue mich schon jetzt auf den Porto Marathon Anfang November.
Ohne die Unterstützung von meinen Mann, meiner Familie und meinen Freunden, egal ob real oder auf Twitter, Instagram und Facebook, hätte ich vermutlich nicht so viel Energie und Herzblut in mein Training gesteckt.  Danke :)

Ein fettes Danke geht auch an den Lauftreff, dank dem der langsame Dauerlauf zwei Mal pro Woche zum entspannten, lustigen No-Brainer wird. Und an meinen Lieblings -Trainingspartner, mit dem auch ein Tempodauerlauf irgendwie zumindest nicht furchtbar ist. ;)

Genießt das Wochenende :) 

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