Mittwoch, 30. Dezember 2015

Hosen runter zum Neujahr...mein Jahresrückblick Teil 1

Laufen auf den Arthur's Seat in Schottland
Arthur's Seat in Schottland
Da ich mich ja der Dynamik des Gruppenzwangs nicht vollständig entziehen kann und ehrlich gesagt auch für mich selbst gern am Ende des Jahres ein Resüme ziehe, bekommt ihr hier eine kleine Zusammenfassung, was für mich läuferisch dieses Jahr so prägend war.
Hier also mein 1. Halbjahr für euch zusammengefasst und bebildert....




....wahrscheinlich allerdings ohne Bilder ohne Hose. ;)
Planungsmäßig warf der Berlinmarathon, seit ich den Startplatz zugelost bekommen hatte, seine Schatten voraus. Mein Ziel: ich wollte Sub4 !
Mein Jahr begann, wie für viele von euch, im Januar :). Kalt war es. Im Vergleich zu den Temperaturen jetzt fast unvorstellbar kalt. Und ich lief viel. Verdammt viel für einen Januar.

Das hing unter anderem mit einer neuen Arbeitsstelle zusammen, an der ich die Umgebung erkunden wollte und daran, dass ich für März einen Halbmarathon geplant hatte
Ich lief stundenlang bei strengen Minusgraden, sah viel Schnee, Schwäne und Wald. Ich kam meist total erfroren, aber total glücklich heim.

Laufen im Winter

Es ist natürlich unglaublich schlau, gerade in einem kalten März die Saltindiät zu versuchen... eine drastische Reduktion der Kohlenhydrate, die einige Tage vor dem Carboloading vor meinem ersten Halbmarathon der Saison gemacht werden sollte. Die Artikelserie dazu beginnt hier.
Ich muss zugeben: habe das Laufen nie so gehasst wie in dieser Woche und beim darauf folgenden Wettkampf . Einfach wie durch den Wolf gedreht habe ich mich gefühlt. Ok, das lag nicht nur an den fehlenden Kohlenhydraten... 


Denn, da ich ja immer möglichst ehrlich sein will, muss ich sagen:
der Salzlandlauf in Lössnitz war der schrecklichste Wettkampf, den ich bis jetzt hatte. Nicht von der Strecke her! 2 mal einen Hügel hoch und runter, ok. Aber die Organisation war meiner Meinung nach, einfach daneben, die Streckenposten zeigten einem ein Gesicht, dass man sich fast entschuldigen wollte, dass man existierte. 
Und die Siegerehrung war ein Desaster. Stundenlanges warten, keine Informationen und am Ende fanden für einen Teil der Anwesenden (mich inbegriffen) einfach keine Siegerehrung statt. Grund: Probleme beim Zeitnehmen.
Es wurden keine Medaillen nachgeschickt geschweige denn, irgendeine Begründung nachgereicht. Meinen Treppchenplatz in meiner AK konnte ich also unter Ulk verbuchen.
Ich habe einige Wochen gebraucht, um es abhaken zu können und mich auf die nächsten Wettkämpfe freuen zu können. 
Ich glaube, wäre das mein erster Wettkampf gewesen, dann wäre es auch mein letzter gewesen. So kann man sich und der ganzen Familie echt wunderbar den Sonntag versauen. :(

Im April folgte der Göltzschtal Marathon. Eine eher kleine, aber sehr liebevoll ausgerichtete Veranstaltung, bei der ich jedoch weit unter meinen Erwartungen blieb und einfach sehr oft allein im Wald stand …. wörtlich gesehen. Ich hatte einfach keinen Bock mehr gehabt, weiter zu laufen. 
Teich im Sommer
Ihr seht: Das lief ja mal gar nicht. Ich fragte mich, ob ich vielleicht einfach nicht schneller werden konnte. Kann ja sein. Ich war im Schulsport immer schlecht gewesen.
Vielleicht hatte ich mein Potential einfach ausgeschöpft....
Sollte ich es lassen? Gut, den Berlin Startplatz hatte ich ja ohnehin schon. Pinguin-Prinzip hin oder her, ich würde Berlin nicht ausfallen lassen. Egal, ob ich wie ein Pinguin an Land war oder nicht.

Der Karlovy Vary Halbmarathon sollte es zeigen. Und es lief! Trotz der hügeligen Strecke war es ein super Lauf. Nicht nur die Zeit, ich hatte auch einfach einen Flow. Mein Mann und meine Eltern am Rand der Strecke... besser geht es nicht. Und ich wusste: es geht aufwärts.
Ich war doch kein Pinguin an Land.



Stadtlauf Dresden BrückeEinige Wochen später folgte der Sportscheck Stadtlauf in Dresden
Trotz recht hoher Temperaturen knapste ich meiner Halbmarathon Bestzeit von Karlovy Vary noch einige Sekunden ab. In Dresden ging es dann auch im August zum Nachtlauf weiter. 
Pünktlich zum Stadtfest waren 40 °C in der schönen Stadt an der Elbe... und beim Start auf die 13,8 Km Strecke waren es immer noch 35 °C... was würde werden?
Nach 200 Metern klebte meine Zunge wie ein toter Hamster am Gaumen und ich lechzte nach Wasser. Das gab es allerdings erst recht spät...
Es war heiß und anstrengend, aber super schön, gerade auch bei einem aufziehenden Gewitter zu laufen. Kurz bevor ich ins Ziel lief, begann der Regen, brachte für mich allerdings nicht mehr viel Abkühlung.
Dieses Wochenende bracht uns noch ein nettes Treffen mit Manu von Laufwelt und Go_Andre... mit gutem schönen Gesprächen und leckerem Essen. :)

So war mein 1. Halbjahr auch schon um... ok, mehr als das. Wir sind ja schon im August. Aber wie lief Berlin und der Rest des Jahres? 
Und, warum ist nur Landschaft auf den Fotos?
Weiter gehts im 2. Teil hier.

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